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Eine weitere Realschule für München: Kultusministerium signalisiert Unterstützung
Bereits vorvergangene Woche hatte die CSU-Stadtratsfraktion die Stadt aufgefordert, aufgrund des erhöhten Andrangs die Gründung einer weiteren Realschule in München beim Freistaat zu beantragen. Diese Forderung erhält nun erfreuliche Unterstützung aus dem bayerischen Kultusministerium: Mit einem heute veröffentlichten Schreiben signalisiert der bayerische Kultusminister, Dr. Ludwig Spaenle, die Bereitschaft, diese zusätzliche Realschule schaffen zu wollen. Im Gegensatz zur Stadt handelt der Kultusminister, geht erneut auf die Stadt zu, wie schon bei den Gymnasien im letzten Jahr: Er sichert für die Zeit bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme der neuen Realschule das Lehrpersonal zu. Lediglich die Räume müsste die Stadt zur Verfügung stellen. Außerdem würde Dr. Spaenle den städtischen Antrags auf eine neue Realschule vordringlich behandeln.
„Auch weil der Kultusminister ein neues schüler- und elternfreundliches Übertrittsverfahren, das für mehr soziale Gerechtigkeit sorgt, durchgesetzt hat, gehen erfreulicherweise mehr Kinder auf die Realschule“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Stadtrats-CSU, Josef Schmid, den erhöhten Druck auf die Realschulen. Die Stadt habe für den zusätzlichen Andrang jedoch nicht die ausreichenden Kapazitäten und versäumt, trotz steigender Schülerzahlen einen Antrag für eine neue Realschule beim Kultusminister zu stellen. Zudem beharre sie auf der sog. Eingangsklassenbeschränkungssatzung (nach der maximal nur 48 städtische Realschulklassen gebildet werden). Rund 160 Kinder müssen daher im kommenden Schuljahr „umverteilt“ werden. Die Kinder sind gezwungen, teilweise erheblich weitere Schulwege und damit auch erhöhte Gefahren auf sich zu nehmen, von den zusätzlichen Kosten für die Eltern ganz zu schweigen. „Ich fordere die Stadt erneut auf, für unsere Münchner Kinder und Eltern die dargereichte Hand des Kultusministers zu ergreifen und eine neue Realschule zu bauen,“ setzt sich Schmid für eine pragmatische Lösung ein. „Ich danke dem Kultusminister für seine Unterstützung, die Situation entschärfen zu helfen“, schließt Schmid.