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Gesundheit, Städtisches Klinikum München
21. Juli 2010

Was aus dem rot-grünen Kliniksumpf noch alles hervorwabert: Methodische Postenbesetzung mit „Apparatschiks“ und „Über-Kreuz-Protektionismus“

Schwere Vorwürfe gegen die ehemalige Klinikleitung erhebt der gefeuerte ärztliche Leiter des Blutspendedienstes. Dieser hatte den jetzt fristlos gekündigten Geschäftsführer wiederholt auf die desaströse personelle Unterbesetzung hingewiesen – ohne Reaktion. Die Regierung von Oberbayern stellte dann auch bei einer turnusgemäßen Routinekontrolle Mängel fest, „die ganz überwiegend auf eine eklatante personelle Unterbesetzung … sowie auf unterlassene Investitionen zurückzuführen“ seien. Als Dank für die Bestätigung der fachlichen Hinweise des ärztlichen Leiters des Blutspendedienstes durch die Regierung wurde dieser vom Geschäftsführer „entsorgt“. Und durch einen medizinischen Laien, der dafür aber bequem linientreu ist, ersetzt.

„Das Personalkarussell bei den Klinik-Oberen drehte sich nach dem Apparatschik-Prinzip: Während die SPD trotz angeblicher Bedenken des Oberbürgermeisters den fachfremden grünen Klinikchef Reinhard Fuß ins Amt mit-beförderte, holte sich der wiederum den Politologen und natürlich SPD-Mitglied Andreas Farber in die Leitung des Blutspendedienstes. Farber war ehemals die rechte Hand des Münchner SPD-Chefs Ulrich Pfaffmann“, klärt der Fraktionsvorsitzende der Stadtrats-CSU, Josef Schmid, über die Zusammenhänge auf. „Das ist „Über-Kreuz-Protektionismus“ und Besetzung der Führungspositionen mit „Apparatschiks“. Kompetent kritische Geister werden systematisch durch linientreue Laien ersetzt. Denn auch der Nachfolger des gekündigten ärztlichen Leiters ist ausgebildeter Sozialwissenschaftler, so wie sein Chef. Rot-Grün erhebt damit das Fachfremde methodisch zum Prinzip. Und das filzige Postengeschachere geht munter weiter: Der grüne Fraktionschef Benker soll dem Vernehmen nach Geschäftsführer der städtischen Alten- und Pflegeheime (Münchenstift GmbH) werden.“

21. Juli 2010, Thomas Reiner


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