Details
Wenn die Busverbindung zur Pfenningparade auf einmal zur Geheimsache wird
Wie mit unserer Pressemitteilung 57 vom 06. Juli 2010 bereits berichtet, wurde die direkte Busverbindung der Linie 54 zwischen der Stiftung Pfennigparade - Haltestelle Barlachstraße - und der Münchner Freiheit im Zuge der Inbetriebnahme der neuen Trambahnlinie 23 (Parkstadt Schwabing) gekappt. Die beiden CSU-Stadträte, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Richard Quaas und der sozialpolitische Sprecher, Marian Offman, setzten sich nach Gesprächen mit Betroffenen vor Ort in einem Stadtratsantrag für die Wiederherstellung der direkten Busverbindung ein. Dieser Antrag war Behandlungspunkt im öffentlichen Teil der gestrigen Vollversammlung. Und wurde von Rot-Grün, da von der CSU gestellt, prompt niedergestimmt. Kurze Zeit später stellte Rot-Grün dann einen ähnlich lautenden Antrag im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung, der dann auch beschlossen wurde – selbstverständlich auch mit den Stimmen der CSU.
„Scheinbar hat sich Rot-Grün zwischen öffentlichem und nicht-öffentlichem Teil der gestrigen Stadtratssitzung besonnen oder verstrickt sich nur noch in durchsichtigen taktischen Spielchen. Rot-Grün ist unserer Forderung, die sowieso schon eingeschränkte Mobilität der Menschen in der Pfennigparade und den örtlichen Senioreneinrichtungen nicht noch weiter einzuschränken und damit die Lebensqualität zu verschlechtern, wenn auch auf Umwegen, dann doch nachgekommen. Lieber späte Einsicht als gar keine“, urteilt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Richard Quaas. „Wir haben uns den Antrag von Rot-Grün selbstverständlich angeschlossen, obwohl Rot-Grün unseren Antrag mit der gleichen Zielrichtung vorher abgelehnt hatte. Es geht schließlich nicht um Partei-Taktierereien, sondern um die Menschen vor Ort“, sagt Marian Offman.